Die Nachfrage nach erneuerbaren Energien steigt stetig, und immer mehr Menschen in Wien überlegen, eine Photovoltaikanlage zu installieren. Doch eine zentrale Frage stellt sich dabei: Ist es besser, eine Photovoltaikanlage zu kaufen oder zu mieten? Beide Modelle haben Vor- und Nachteile, die sorgfältig abgewogen werden sollten.

In diesem Artikel erhalten Sie eine detaillierte Gegenüberstellung der beiden Optionen sowie die wichtigsten Punkte, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten.

1. Was bedeutet mieten oder kaufen einer Photovoltaikanlage?

Mieten einer Photovoltaikanlage

Beim Mietmodell bleibt die Solaranlage Eigentum des Anbieters. Der Nutzer zahlt eine monatliche Miete und erhält im Gegenzug eine vollständig installierte und gewartete Photovoltaikanlage.

Kaufen einer Photovoltaikanlage

Beim Kauf erwirbt der Eigentümer die Anlage vollständig und trägt die gesamten Anschaffungskosten. Er profitiert langfristig von niedrigeren Stromkosten und möglichen Einspeisevergütungen.

Beide Modelle haben spezifische Vor- und Nachteile, die je nach individuellen Bedürfnissen relevant sind.

2. Kostenvergleich: Mieten vs. Kaufen

Die Kosten sind einer der wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung.

Kriterium Mieten Kaufen
Anfangsinvestition Keine oder sehr gering 6.000 – 18.000 € je nach Größe
Monatliche Kosten 50 – 150 € Mietgebühr Keine nach Abzahlung
Förderungen nutzbar? Nein Ja, staatliche Zuschüsse möglich
Laufende Ersparnisse Geringer, da Miete anfällt Hoch, da kein Mietaufwand
Langfristige Wirtschaftlichkeit Weniger rentabel Hohe Ersparnisse auf lange Sicht

Mietmodelle bieten eine Möglichkeit, ohne hohe Anfangskosten Solarstrom zu nutzen, während Kaufmodelle langfristig die größten Einsparungen bringen.

3. Vorteile und Nachteile der Photovoltaik-Miete

Vorteile der Miete

✔ Keine hohen Anschaffungskosten – Ideal für Haushalte ohne Eigenkapital
✔ Wartung und Reparaturen inklusive – Kein finanzielles Risiko bei Defekten
✔ Flexibles Modell – Oft mit Laufzeiten von 10–20 Jahren

Nachteile der Miete

Keine Förderungen nutzbar – Staatliche Zuschüsse gibt es nur für Eigentümer
Langfristig teurer – Nach 20 Jahren können Mietkosten die Anschaffungskosten übersteigen
Begrenzte Einsparungen – Ein Teil des finanziellen Vorteils bleibt beim Anbieter

Mietmodelle sind vor allem für Haushalte attraktiv, die sich nicht langfristig binden oder hohe Investitionen vermeiden möchten. Wenn Sie sich für eine Photovoltaikanlage Wien interessieren, erhalten Sie umfassende Beratung auf der Website.

4. Vorteile und Nachteile des Photovoltaik-Kaufs

Vorteile des Kaufs

✔ Höhere Einsparungen – Nach Amortisation fast kostenloser Strom
✔ Fördermöglichkeiten – Staatliche Zuschüsse und steuerliche Vorteile nutzbar
✔ Freie Nutzung – Keine Vertragsbindung oder Einschränkungen

Nachteile des Kaufs

Hohe Anfangsinvestition – Kann für viele eine Hürde sein
Verantwortung für Wartung und Reparaturen – Langfristige Instandhaltung notwendig
Rendite erst nach einigen Jahren – Amortisationszeit je nach Nutzung 6–12 Jahre

Ein Kauf lohnt sich besonders für Hausbesitzer mit langfristiger Planung, die von maximalen Einsparungen profitieren wollen.

5. Laufzeiten und Verträge im Vergleich

Die Vertragsdauer ist ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung zwischen Miete und Kauf.

Aspekt Mieten Kaufen
Vertragslaufzeit 10 – 20 Jahre Keine Vertragsbindung
Kündigungsmöglichkeiten Oft schwierig vor Ablauf Nicht relevant
Eigentumsübergang Bleibt beim Anbieter Gehört dem Käufer sofort
Rückbau bei Vertragsende Anlage kann entfernt werden Keine Einschränkungen

Mietverträge sollten genau geprüft werden, da vorzeitige Kündigungen oder Vertragsverlängerungen teuer sein können.

6. Welche Förderungen gibt es für Käufer?

Käufer einer Photovoltaikanlage können in Österreich von verschiedenen staatlichen Förderprogrammen profitieren:

✔ Bundesförderung (Klima- und Energiefonds): 250 – 285 € pro kWp
✔ Landesförderungen: Je nach Bundesland zusätzliche Zuschüsse
✔ Steuerliche Vorteile: Mehrwertsteuerbefreiung für Anlagen bis 35 kWp
✔ Förderung für Batteriespeicher: Bis zu 200 € pro kWh Speicherkapazität

Da Mieter keine Förderungen beantragen können, verlieren sie einen erheblichen finanziellen Vorteil.

7. Wartung und Reparatur: Wer trägt die Kosten?

✔ Bei Miete: Wartung und Reparaturen sind in der Regel im Mietpreis enthalten
✔ Bei Kauf: Der Eigentümer trägt die Kosten selbst, allerdings fallen nur geringe jährliche Wartungskosten an (ca. 100 – 200 €)

Mietmodelle sind vorteilhaft für Personen, die keine Verantwortung für Instandhaltung übernehmen möchten.

8. Lohnt sich die Einspeisung ins Netz?

Überschüssiger Solarstrom kann ins Netz eingespeist und vergütet werden.

✔ Bei Kauf: Der Eigentümer erhält eine Einspeisevergütung für den nicht genutzten Strom
✔ Bei Miete: Oft erhält der Anbieter die Vergütung, nicht der Mieter

Wer langfristig auch durch Einspeisung Geld verdienen möchte, sollte eher eine eigene Anlage kaufen.

9. Entscheidungshilfe: Wann lohnt sich welche Option?

✔ Eine Photovoltaikanlage mieten lohnt sich, wenn:

  • Keine hohe Anfangsinvestition gewünscht ist
  • Wartung und Reparaturen abgegeben werden sollen
  • Eine flexible Lösung für einen begrenzten Zeitraum gesucht wird

✔ Eine Photovoltaikanlage kaufen lohnt sich, wenn:

  • Langfristige Einsparungen maximiert werden sollen
  • Förderungen und steuerliche Vorteile genutzt werden möchten
  • Ein Eigenheim mit langfristiger Nutzung vorhanden ist

10. Fazit: Kaufen oder Mieten – Was ist besser?

Die Wahl zwischen Miete und Kauf einer Photovoltaikanlage hängt von den individuellen finanziellen Möglichkeiten und Zielen ab.

✔ Langfristig ist der Kauf meist wirtschaftlicher, da Förderungen genutzt und langfristige Einsparungen erzielt werden können.
✔ Mieten kann sinnvoll sein, wenn kein Eigenkapital vorhanden ist, aber dafür höhere monatliche Kosten in Kauf genommen werden.

Wer sich für eine nachhaltige und kosteneffiziente Lösung entscheidet, sollte alle Optionen sorgfältig abwägen und mögliche Förderungen ausschöpfen.